Berufliche Rehabilitation für junge Menschen

Feierliche Verabschiedung von 13 Auszubildenden

Göttingen - Das Institut für angewandte Sozialfragen gGmbH (ifas) verabschiedete am Freitag, 30. Juni 13 junge Erwachsene, die im Rahmen der Rehabilitationsmaßnahme TransF.A.I.R. eine anerkannte berufliche Ausbildung gemacht haben.

Die Absolventen kommen aus den Bereichen Büromanagement, Lager und Logistik, Floristik, Einzelhandel, Vermessungstechnik und Tiermedizin. Alle drei von ifas angebotenen Ausbildungsformen - betrieblich, kooperativ und integrativ - sind vertreten. Drei Auszubildende haben einen Arbeitsvertrag bereits sicher, weitere drei Auszubildende qualifizieren sich in einem dritten Ausbildungsjahr weiter.

„Wir freuen uns sehr, heute 13 junge Menschen ins Berufsleben entlassen zu können. Vor 10 Jahren startete die Rehabilitationsmaßnahme TransF.A.I.R. als Modellprojekt und gehört mittlerweile zur Regelversorgung", berichtete Dietmar Thiele, Geschäftsführer der ifas gGmbH. Seitdem konnten viele junge Erwachsene mit psychischer Erkrankung berufliche Perspektiven entwickeln und erfolgreich eine Ausbildung abschließen.

Verabschiedung AZUBIS

Auch Anja Grefing (Tiermedizinische Fachangestellte), Melanie Kullig (Kauffrau für Büromanagement), Arabella Weber (Floristin) (v.l.n.r.) schlossen erfolgreich ihre Ausbildung ab.

Die unterschiedlichen Formen der dualen Ausbildung sind möglich, weil Unternehmen bereit sind, sich - abhängig von den jeweiligen Kompetenzen der Auszubildenden - auf ein alternatives Ausbildungsmodell einzulassen. Eine Chance nicht nur für die jungen Rehabilitanden, sondern auch für Unternehmen, die auf der Suche nach motivierten Auszubildenden sind.

Hintergrund

Die Rehabilitationsmaßnahme TransF.A.I.R. (Förderung der Ausbildungsreife - Integration - Rehabilitation) beinhaltet die Erstausbildung für junge Menschen mit einer psychischen Erkrankung. In neun Fachbereichen wird ausgebildet. Mögliche Ausbildungsberufe sind unter anderem Kaufleute für Büromanagement, Einzelhandelskaufleute, Fachlagerist/-in, Änderungsschneider/-in, Hauswirtschafter/-in, Florist/-in und Fachinformatiker/-in. Die Ausbildungen werden in Kooperation mit der Agentur für Arbeit durchgeführt und sind in drei verschiedenen Formen möglich: betrieblich, kooperativ und integrativ.

Bei der integrativen Ausbildung werden die praktischen Inhalte des Ausbildungsberufes in den ifas-eigenen Fachbereichen vermittelt. Verschiedene Praktika werden in externen Betrieben absolviert.
Die kooperative Ausbildung wird in enger Kooperation mit einem externen Unternehmen durchgeführt, welches den praktischen Teil der Ausbildung übernimmt.
Die betriebliche Ausbildung wird in einem externen Betrieb durchgeführt, mit dem auch der Arbeitsvertrag abgeschlossen wird.

Je nach individuellen Voraussetzungen erhalten die Auszubildenden Begleitung und Förderung im Rahmen der Rehabilitationsangebote. Ein Wechsel der Ausbildungsform während der Ausbildungszeit ist bei entsprechender Entwicklung jederzeit möglich.

Für Jugendliche und junge Erwachsene, die an den beruflichen Rehabilitationsmaßnahmen teilnehmen, bietet die ifas gGmbH drei unterschiedlich betreute Wohnformen an. Die vollstationäre, teilstationäre und ambulant betreute Wohngruppe knüpfen an den Grad der Selbstständigkeit des Einzelnen an und unterstützen die jungen Menschen dabei, eine eigenständige Lebensführung zu entwickeln.