Der Rosdorfer Weg zu Besuch am bayrischen Walchensee

Die Wohngruppe Struktur des Rosdorfer Wegs war auf Ferienfreizeit zu Gast am Walchensee. Lesen Sie hier, was die Teilnehmer*Innen alles erlebt haben:

Anreisetag: Schon vor dem Morgengrauen tummelten sich die ersten Frühaufsteher und schmierten Brötchen für die Fahrt. Letzte Habseligkeiten wurden gepackt, Kopfhörer gesucht, PowerBanks gefunden, Taschen gestapelt – und um 6 Uhr ging‘s mit vollgepackten Autos auf die Autobahn gen Süden. Gegen Mittag wurden auch die letzten Langschläfer munter und beim ersten Rasthof in Bayern konnten bereits Souvenirs aus dem Freistaat gekauft werden. Gegen Nachmittag war es endlich soweit: wir konnten die Autobahn verlassen, es folgten reichlich Serpentinen und erste Ausblicke auf Kühe, Seen und Berge - für viele zum ersten Mal. In der Jugendherberge angekommen, wurden Zimmer und Betten bezogen und nach so viel Sitzerei erstmal zu Fuß die Gegend erkundet: ein Spaziergang am See mit ersten kühnen Sprüngen ins kühle Nass! Das warme Buffet zum Abendessen ließen sich alle gut schmecken und der Abend klang noch bis weit nach Sonnenuntergang am idyllischen Seeufer aus…

Erster Tag: Nach einem entspannten Frühstück fand die Morgenrunde im Sonnenschein auf der Terrasse mit Seeblick statt. Den Vormittag verbrachten einige in und um die Herberge, einige in einem nahegelegenen Wikingerdorf, das als bekannte Filmkulisse gedient hatte. Erste Ideen zur Nutzung der nahen Seilbahnen wurden geäußert. Am Nachmittag nahmen alle gemeinsam an der Erkundung des Sees per Muskelkraft teil: auf dem Walchensee sind Motorboote verboten, so paddelten und ruderten wir und konnten uns beim Herbergsvater sogar ein StandUp-Paddel ausleihen! Das Abendessen war wieder reichlich und köstlich, und einige Unkaputtbare fuhren danach noch über die Serpentinen ins Erlebnisbad ein Dorf weiter, andere ließen die Füße im Seewasser baumeln oder versuchten sich im StandUp paddeln im Dunkeln.

 

Zweiter Tag: Heute fiel es einigen schon sichtlich schwerer, bei so viel frischer Luft und Bewegung aus dem Bett zu kommen – aber das Frühstück entschädigte für alle Mühen und nach der Morgenrunde ging es für alle gemeinsam auf nach Mittenwald, die nächst größere Stadt. Vormittags stand die örtliche Seilbahn auf dem Programm, die uns in Minutenschnelle ins Karwendelgebirge zur Bergstation brachte. Oben ausgestiegen war es recht schnell einigen dann doch zu kühl und windig – sie konnten vom Restaurant aus den Blick genießen oder sich im Museum über Flora, Fauna und Historie von Gebirge, Stadt und Deutschlands zweithöchster Seilbahn schlau machen.

Der Rest bestieg tapfer den Panoramaweg über Treppchen und Geröll, erfreute sich am grandiosen Ausblick, ließ sich Essen klauen von hungrig-dreisten Krähen und entdeckte sogar noch einen Fußtunnel unter einem der Gipfel, um in ein völlig unberührtes Tal zu blicken.Der Nachmittag stand zur freien Verfügung und alle verstreuten sich in Mittenwald, um die Stadt zu erkunden, Andenken zu erstehen und lokale Köstlichkeiten zu verkosten. Beladen mit Wildwurst, kräftigem Bergkäse und frischer Buttermilch ging‘s gerade noch rechtzeitig zum warmen Buffet zurück in die Herberge. Unterwegs entdeckten wir noch einen idyllischen Wasserfall und spazierten auf einer Schotter-Sandbank mitten in der Isar zwischen eisigem, hell-türkisen Wasser, zwischen Wäldern, die sich in allen erdenklichen Grüntönen färbten und unter dem grau-blauen Himmel umher. Und wieder folgte ein entspannter Ausklang des Tages am Seeufer…

Dritter Tag: Nach Frühstück und Morgenrunde stand heute nicht nur Freistaat, sondern für einige der erste Auslandsbesuch an: Innsbruck, Hauptstadt von Tirol in Österreich. Nach so viel Natur und frischer Luft war es schon fast ungewohnt, sich in einer Großstadt zu bewegen – aber etliche Klamottenläden, McDonalds und natürlich tausend Strudel- sowie dutzend Kaffeevariationen taten ihr Übriges. Gegen Nachmittag wurde es langsam Zeit, sich für das altbewährte „Essengehen am letzten Abend“ schick zu machen. Pünktlich betraten wir das Lokal, einige testeten lokale Spezialitäten, andere blieben bei Altbewährtem. Einig waren wir uns nur, dass wir am benachbarten Stammtisch die Einheimischen mit keinem Wort verstanden, ihre kunstvollen Zwirbelbärte jedoch mindestens so beeindruckend waren, wie der Automat mit Plastikdessous im Flur zu den Toiletten… Der restliche Abend bestand aufgrund des aufgezogenen Gewitters für einige schon aus Kofferpacken, für andere noch aus Spieleabend und Tischtennisraum.

Abreisetag: Ein letztes Frühstück, ein letzter Dank an die hervorragende Küche und das tolle Team vor Ort, Taschen in die Autos, eine wehmütige Abschiedszigarette mit Seeblick – und zurück auf die Autobahn gen Norden. Nach einer gefühlten Ewigkeit wieder in der WG angekommen, verzogen sich erst alle auf ihre Zimmer – nach einer erfrischenden Dusche, einigen Süßigkeiten und einem gar köstlichen Empfang waren jedoch alle soweit wiederhergestellt, dass sie topfit ins anstehende Wochenende starten konnten.

Wann kommt die nächste Freizeit?